Schleuse

 

 

Stelle Dir vor, Du wachst morgens auf und kannst Dich mit Deinem linken Arm und Deinem linken Bein nicht mehr bewegen. Du rufst Deine Partnerin und merkst, dass es nicht funktioniert. Was ist passiert?

Die Erfahrung eines Schlaganfalles ist sehr unterschiedlich und er läuft bei allen Patienten anders ab. Eines aber begleitet alle: Die Angst vor dieser neuen Grenzerfahrung, die Angst, alleine zu sein, so hilflos, so abhängig. Viele Patienten merken nach einer Operation, dass sie unglaublich geräuschempfindlich sind, jedes Klappern von Töpfen ist ein Horror, jedes erhobene Stimmlein schmerzt in den Ohren. Jedes zu viel an Gerede kann einen Tinitus auslösen.
Es ist kaum vorstellbar, wie sehr der ganze Mensch in Mitleidenschaft gezogen wird, bei einem solchen Erlebnis.
Nichts wird mehr ersehnt als wahrgenommen zu werden, lieb gehabt zu werden, gesehen zu werden, ernst genommen zu werden, gerade, wenn man nicht mehr sprechen kann.
Die Chirurgen in den modernen Krankenhäusern können einen Menschen schnell auseinander und wieder zusammenbauen. Auch das Gehirn lässt sich schnell öffnen, behandeln und wieder schließen. Auch eine große Wunde und Narbe lässt sich wieder schließen und ausheilen. Mit ihnen aber auch die Gefühle? Wie ist es mit dem Seelischen? Bei all den technischen Möglichkeiten bleiben diese besonders feinen Herangehensweisen an einen Menschen hinten vor. Es geht funktional um das Reparieren, wieder herstellen und wieder funktionsfähig machen.

Es gibt Menschen, bei denen bleibt es nicht bei diesem Schlaganfall. Nach der Reha, die dann nach Wochen endlich abgeschlossen ist,  kann es z.B. zu einer Infektion des Schädelknochens mit sofortiger Entfernung dessen kommen. Da war man abgestürzt, kletterte langsam wieder empor und schwupps, wird man wieder hinunter geworfen in ein tiefes Loch.

Wo hin mit all den Gefühlen, mit all den Ängsten und Sorgen? Drohende Arbeitsunfähigkeit, finanzieller Absturz, soziale Veränderungen usw. kündigen sich an.

Das alles braucht mehr als nur blanke Funktionalität. Es braucht Zeit, Raum und viel Hingabe. Bei allen gigantischen Errungenschaften, bleibt die menschliche Wärme und Zuneigung das wichtigste Gut.

 

Schleuse: Vorher und nachher, das „Dazwischen“ zählt.

Zum Beispiel hier, da gibt es auch noch Komplementärmedizin dazu: https://www.gemeinschaftskrankenhaus.de/fachabteilungen/chirurgie/

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Was ist

manchmal kommt Mensch in Situationen, die unvorhersehbar dramatisch werden. Ein Gefühl der Ohnmacht, existenzieller Angst, Sorge um Verlust, Todesangst, Angst vor Einsamkeit oder ähnliches treten auf.
Man kann Erklärungen im Jetzt suchen und bestimmte Dinge verstehen, man kann auch übergeordnete, höhere Gesetzmäßigkeiten finden, die zu Rate gezogen werden, um sich innerlich wieder mit sich selbst verbinden zu können und im Einklang mit sich zu sein.

Rituale der Reinigung des Energiekörpers sind sehr wirksam, um Altes abgeben zu können. Zum Beispiel durch Feuerritual: „Klage an, bringe auf den Punkt, was der oder diejenige Dir angetan hat! Für Dich, ohne das Gegenüber. Wenn Du willst nimm Dir Helfer die Deine Wut verstärken.
Mach die gemeinte Person verantwortlich für Deinen Schmerz! Schreie die Aggressionen heraus, gehe ganz tief in den Schmerz, so tief Du kannst und schreibe all das noch auf und entzünde es dann in einem Feuer und lasse es gehen…..“

Tu` Dir gut, nimm ein heißes Fußbad, ein Bad, entspanne und spüre nach.

Wenn dann ein Bild auftaucht, ein Schmerz, der so groß ist, dass Du es kaum aushältst, dann schaue nach, wann Du diesen Schmerz schon einmal gespürt hast. Schaue nach, wie sich das Kind in Dir fühlt, was kannst Du in ihm sehen, was macht es traurig? Und wenn Du seine Trauer siehst, dann frage Dich, was aus dem Kind geworden ist, mit dieser Trauer. Umarme das Kind, schenke ihm eine Farbe und lass die Farbe innig um und in es hinein wirken. Wie fühlt sich das Kind? Wie lebendig ist es? Wie fühlt sich das Kind dann? …..

Es ist so unglaublich kraftvoll, was aus solchen Ritualen und Zeremonien entstehen kann…. „Clearings“, es sind klärende, stärkende und bewusstmachende Rituale, die Dir helfen können, Deine Mitte wieder zu finden, um letztendlich in Liebe zu sein mit allem, was um Dich ist. Ohne die höher geordneten, spirituelle Helfer um uns herum, sind wir doch nur halb Mensch.

„Ich bin die Mutter Sonne, ich trage die Erde bei Nacht, die Erde bei Tag.
ich halte sie fest und strahle sie an, dass alles auf ihr wachsen kann.
Steine, Blume, Mensch und Tier, alles empfängt sein Licht von ihr.
Tu auf Dein Herz, wie ein Becherlein, dass ich kann leuchten dort hinein….
Tu auf Dein Herzlein, liebes Kind, dass wir ein Licht zusammmen sind!“

Alles hat seine Zeit

Da ich wirklich aus der Erfahrung mit ungalublich vielen, ich denke schon ca. 1000 Kindern, heraus immer wieder feststelle, dass jede Entwicklung in einem ungefähren Zeitfenster geschieht, habe ich heute wieder die Bestätigung dafür bekommen.
Meine Schüler hatten vor den Weihnachtsferien das Schreiben mit Gänsefedern mit mir geübt. Bis dahin haben wir mit Wachsmalblöckchen, dann mit Wachsmalstiften und zuletzt mit Dickie Buntstiften geschrieben.
Als ich nun heute die neuen Füller einführte, auf die einige schon sehnlichst warteten, beobachtete ich, wie schön und gleichmäßig sie damit schreiben konnten. Ihr Griff war genau passend, die Schreibführung wie von Zauberhand geführt, fließend und sauber, ohne Gekleckse und ganz konzentriert.
Es ist so schön, dadurch wiederum die Bestätigung zu erfahren, dass alles seine Zeit hat und bei guten Bedingungen mit vorbereiteter Grundstimmung die nächsten, positiven Entwicklungsschritte gemacht werden können, ohne dass ein Kind ein Misserfolg erlebt. Es motiviert einfach die Kinder, nun das Schreiben weiter zu üben….