Waldorfpädagogische Elemente in der staatlichen Grundschule

In der klassischen Grundschulzeit (Klasse 1-4 bzw. Klasse 1-6), lassen sich an staatlichen Einrichtungen wunderbar Methoden und Inhalte aus der Waldorfpädagogik anwenden.

Da man als Klassenlehrer über einen großen Spielraum verfügt, was die Verteilung der Stunden angeht, lässt es sich im Bestfall so einrichten, dass der Klassenlehrer ( zumindest in den Klassen 1-2)den Großteil der Stunden selbst gibt. Da der Unterricht in diesen Klassen „Vorbereitender Unterrich/ VU“ genannt wird, kann der Hauptunterricht auch hier in den ersten beiden, aufeinander folgenden Unterrichtsstunden unterrichtet werden.Rhythmischer Teil, Hauptteil, Erzählteil, epochal in Formenzeichnen, Schreiben und Rechnen.
Es bietet sich an, einmal pro Woche einen außerschulischen Lernort aufzusuchen (Bauernhof, Wald…um die Kinder von Beginn an daran zu gewöhnen, dass sie auch auf anderen Wegen gemeinsam lernen und schöne Erfahrungen sammeln können (damit wäre auch das Fach „Sachunterricht“ abgedeckt).
Im Fachunterricht, den man als Klassenlehrer auch zum Großteil alleine füllen kann, lassen sich Malen, Handarbeit, Spielturnen, Singspiele und Reigen/ statt Eurythmie oder auch Yoga und Englisch gut integrieren.
Entgegenkommend ist die Tatsache, dass an beinahe allen Schulen Inklusion statt findet. So hat man zusätzliche Helfer oft im Unterricht oder sogar stets. Auf diese Weise kann man die hohen, zusätzlichen Anforderungen, die einem Kinder heutzutage stellen, bewältigen (ich bin davon überzeugt, dass man das als Lehrer alleine in der Klasse nicht leisten kann und darf).

Die Voraussetzung, dass so ein Unterricht gelingt ist, dass die Schulleitung nichts dagegen hat und voll und ganz überzeugt davon ist, dass ein handlungsorientierter/ künstlerischer Unterricht für Kopf, Herz und Hand das Wichtigste Medium für die Entwicklung der Kinder ist und dass es völlig okay ist, dass ein Lehrer individuell arbeitet / natürlich teamorientiert, aber nicht gezwungener Maßen in allen Bereichen standardisiert und konform mit den Parallelklassen.
Das Ziel: Dies und Jenes nach der 2., 3. oder auch 6. Klasse zu können, muss natürlich gewährleistet sein. (Lehrpläne sind daraufhin zu vergleichen und miteinander zu kombinieren).
Eltern, die nicht wissen, was die Waldorfpädagogik auszeichnet, werden über ihre Kinder schnell erleben, was es heißt, ganz viel im Unterricht zu lernen und zu gestalten (eigene Hefte z.B.) mit viel Freude, gemeinsam und mit höchst möglichem Einsatz.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Lehrer, der dementsprechend motiviert und ambitioniert ist, große Potentiale in den Kindern öffnen kann.Kinder, die in öffentlichen Kitas oder digitalisierten Kindergärten betreut wurden, verfügen über erstaunlich wenig Selbstvertrauen, Körperbewusstsein, motorische Intelligenz. Dies alles ändert sich schon dann, sobald diese Kinder z.B. in der Schule beginnen, mit Blöckchen zu malen …..
Als staatl. examinierter Lehrer und einer grundständigen Waldorflehrerausbildung kann es gelingen, in die staatl. Schulen einen qualitativ besseren Unterricht hinein zu tragen. Die Offenheit der Kinder und die Tatsache, mit welcher Kraft Unterrichtsinhalte und Methoden in Resonanz mit den Kindern gehen, ist überwältigend.

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