Beziehungspflege, wenn man neu ist

Meine Hände durften heute Nachmittag einmal wieder richtig arbeiten! Das habe ich in den vergangenen zwei Jahren so vermisst, in der Erde zu liegen und zu buddeln!
Ich habe Rasen mit einem Küchenmesser abgetragen, da ich kein besseres Werkzeug hatte und das Schöne war, es kam Hilfe herbei. Ein kleiner zweijähriger , noch nicht sprechender Nachbarjunge kam, kuschelte sich an mich und half mir. Ich gab ihm immer einen Strunk, er häufte ihn auf die abschließende Mauer, danach wischte er immerzu seinen Pullover wieder sauber und strich sein Hände ab. Dann sagte er „so!“ Und ich gab ihm wieder einen Strunk. So ging das 2 Stunden, den Rest machte ich dann alleine.
Lustig ist einfach, dass ich diesen Jungen schon immer so süß fand, dass ich ihm aber nur vorsichtig „hallo“ sagte. Und nun kam er ganz von selbst, ohne dass ich irgendwie etwas „wollte“.


Dies habe ich schon so oft mit meinen eigenen Schülern erlebt. Es erfordert zwar ein hohes Maß an Geduld und einige denken dann auch „hey, warum redet die nicht mit den Kindern?“ Aber ich weiß genau, die Zeit, in der das geschehen kann, kommt bestimmt.

Es war heute nun so, dass immerzu andere Kinder kamen und fragten, was ich denn da machen würde. Irgendwie sahen sie ein, dass sie mit ihren Bällen nun vorsichtiger sein sollten, so viel Mühe, wie ich mir gegeben habe…. Und alle durften am Liebstöckel riechen… Es war wirklich sehr erfüllend für mich!

 

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Will wirklich jeder sich weiter entwickeln?

Hirnforscher und Experten, die sich mit der Entwicklung von Kindern auseinander setzen, leiten die Entwicklungsfähigkeit eines Menschen meist davon ab, wie ein kleines Kind sich entwickelt, welches ja in den ersten Lebensmonaten und Lebensjahren so unglaublich viel dazu lernt: Vom völlig abhängigen, schutzlosen Säugling bis zum „ich“ sagenden Dreijährigen, der mit den Beinen auf den Boden stampft, darüber hinaus danach durch fortwährenden Forscherdrang in seinem Umfeld und in der Natur alles um sich herum erkundet und mehr oder weniger standhaft seinen Organismus ergreift, selbstständiger wird und mit seinem 18. Lebensjahr dann als „volljährig“ in die große, weite Welt entlassen wird.
Und dann?
Wie geht die Entwicklung weiter? Welche Zyklen sind zu erkennen? Gibt es da bestimmte Kriterien, die bei allen Menschen wieder kehren?
Rudolf Steiner hat diese Zyklen in Siebenjahresschritten eingeteilt.
Das Erste Jahrsiebt vom Säugling zum Schulkind, indem die Organbildung statt findet und mit dem Zahnwechsel letztendlich die Geburt des „Ätherleibes“ frei wird, um über die eigene körperliche und seelische Entwicklung hinaus auch Neues von Außen aufnehmen zu können, vieles zu erlernen, zu ergreifen und zu begreifen.

Nach dem 7. Lebensjahr bis zum Ende des 14. Lebensjahres dann die Phase, in der der Mensch sich als eigenes Wesen erlebt, der mit der Welt im Außen eine Beziehung aufbauen kann und danach dann die Geburt des sogenannten „Astralleibes“ beginnt, in der Gefühle und Emotionen eine charakterbildende Rolle spielen werden.

Nach dem 14. Lebensjahr, also zu Beginn der Pubertät bis zum Ende des 21. Lebensjahres die Auseinandersetzung des Leibes mit der Welt,  das Erwachen  der Sexualität und das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit mit Gruppen außerhalb der Familie, bis hin zur Geburt des „Ichs“ , der Individualität.

Darüber hinaus geht es dann in weiteren Siebenjahreszyklen weiter und bleibt in Bewegung, in Entwicklung.

Diese einzelnen Schritte gehen natürlich laufend fließend ineinander,  die Chance der Weiterentwicklung ist also stets auch mit dem Willen zur bewussten Beziehung mit sich selbst und dem Gegenüber verknüpft.

Steiner bezeichnet die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst und Anderen als Selbsterziehung, wobei der Begriff „Erziehung“ inzwischen / auch von mir eher als „Begegnung / Beziehung“ charakterisiert wird.

Während dieser Entwicklung tauchen Fragen auf, manchmal gibt es einschneidende Tiefs, die als solche nicht ergriffen und zum Positiven hinauf verwandelt werden. Dies aber ist durchaus möglich und bietet unglaubliches Potential, denn die Dynamik, die in allem dahinter steckt, birgt außer unterschiedlicher Empfindungen auch enormes Potential für Neues, Unbekanntes und das kann durchaus auch Angst bereiten.

Es ist, wie halb im Wasser stehen, verwurzelt und dennoch mit dem Rücken zur Ungewissheit und Weite.

Möchtest Du einen kostenloses  Kennlern-Coachtermin, wende Dich über meine E-Mail Adresse an mich.

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Wann hört das Unterstützen auf?

In der Anfangszeit des „Elternseins“ ist es ja ganz selbst verständlich und natürlich, dem Kind Nahrung zu geben, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig.Im Verlauf der Entwicklung ändert sich vieles, im Umgang mit Deinem Kind und Deiner Aufgabe als Bezugsperson und Verantwortlicher.
Es treten außer Dir andere Menschen in das Leben der Kinder und Du erlebst, dass Dein eigenes Kind nicht Dein Eigentum ist, dass Du es loslassen musst, um in der Liebe mit ihm zu bleiben.
Das ist oft nicht leicht. Ich kann mich an eine sehr brenzlige Zeit erinnern, die ich mit meinen beiden Töchtern sehr intensiv erlebte, da ich mit meinen eigen Ängsten sehr stark konfrontiert wurde.
Das war die Zeit der Vorpubertät, also ungefähr vom 10. bis zum 13. Lebensjahr.In dieser Zeit wollten meine Mädels ausnahmslos mit ihren Freunden und ihren Pferden zusammen sein. Wir hatten niemals eigene Pferde, aber meine Töchter schafften es immer wieder, sich in der nahen oder auch ferneren Nachbarschaft Ponies und später echte Reitpferde zu angeln. Sie gingen dafür zum nächsten Bauernhof und fragten, ob sie sich um ein Pferd kümmern dürften.
Jedes Mal waren die Bauern von der Idee begeistert. Mein Töchter (das Ganze spielte sich in einem Abstand von 4 Jahren ab, weil ihr Altersunterschied vier Jahre ist) waren so fröhlich, offen, strahlend, Vertrauens erweckend, dass man ihnen keinen Wunsch abschlagen konnte.
Und sie waren auch verlässlich und nahmen ihre Aufgabe sehr ernst.
Selbstverständlich wussten wir Eltern von ihren Vorhaben, immer. Und wir wussten auch, wohin sie gehen würden, nachmittags, bevor sie dann wieder gegen Abend nach Hause kamen. Und ich wusste, dass ich sehr stark an mir arbeiten müsse, um das auszuhalten! Ich hatte durch einen Pferdeunfall in meiner eigenen Jugendzeit eine große Furcht vor dem Wesen Pferd, welches schwer, sensitiv und manchmal sehr spontan und unerwartet handelt. Ich selbst war dem „Halten“ eines Pferdes , bedingt durch meine Angst, nicht mehr gewachsen, erlebte aber an meinen Mädchen, dass sie mit einer grandiosen Stärke und Fokussierung mit den Pferden arbeiteten. Es war so, dass sie vorher und auch parallel Reitstunden nahmen, wobei es mir wichtig war, nach Ställen zu schauen, die ihre Pferde artgerecht hielten und auch mit den Pferden intuitiv umgingen. So erlernte meine jüngere Tochter das Reiten auf Isländern im Wendland/ Pommoissel, bei einer Waldorflehrerin und Pferdetrainerin, die eine vorbildliche Beziehung zu ihren Pferden und ihren SchülerInnen hatte.
Durch diese glücklichen Umstände konnte ich meine Angst etwas in Vertrauen umwandeln und spürte, wenn ich das tue, dann bilde ich einen Schutzraum um meine Kinder und die Pferde. Dann fokussiere ich Stärke, Gesundheit, Freude, Lebensglück und Vertrauen, auch in ihnen. Auf diese Weise konnte ich zweimal diese Zeit begleiten. Was meine Kinder im Umgang mit den Tieren lernten, lässt sich durch nichts anderes vergleichen. Es war göttlich. Und es gab auch den einen mehr oder weniger dramatischen Unfall! Und darüber hinaus, noch mehr Aufgabe, bewusst zu bleiben.

Das Verrückte ist, dass die Liebe zu den Tieren in ihnen eine große Offenheit erweckte, für die Freiheit, für die Selbstbestimmtheit und individuelle Kraft eines Jeden.So sind sie dann auch älter geworden.

Ich kann mich nur bedanken für diese Erfahrung und ein Stück weit Mut machen in der Hinsicht, dass die eigenen Kinder aus sich heraus, in Begleitung mit den betreffenden Bezugpersonen, die eben nicht nur die eigenen Eltern sein müssen/ sondern bestenfalls ein ganzer Ort! , ihren Weg gehen werden.

Und damit ich sie auch nach wie vor begleiten und unterstützen kann, ihre Träume zu leben, möchte ich selbst auch ein Stück weit autonomer und selbst bestimmter werden. Noch selbst bestimmter. Deswegen auch hier wieder der Hinweis zu meinem Link und zu meinem Crodfunding-Projekt:https://www.crowdfundinginternational.eu/user/AlexandraKnie
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Herzenswünsche

Hallo, lieber Leser!

Jetzt habe ich eine Zeit lang nichts mehr geschrieben.Wir sind inzwischen umgezogen, an einen natürlicheren und freieren Lebensort innerhalb Berlins und im September werde ich beginnen, mit dem neuen Schuljahr, meine neuen Erstklässler zu empfangen und gebührend zu begeistern für alles, was man so miteinander tun und lernen kann.

Durch einen Zufall habe ich von einer alten Freundin aus Lüneburg, die mich immer in meinem liebsten Bioladen bediente, eine Empfehlung bekommen. Sie erzählte mir von ihren Nöten, die sie als lang arbeitende und immer tatkräftige Frau nun im Alter erlebt. Dass sie mit ihrem Mann sehr spartanisch leben würde, sich niemals einen Urlaub leisten könne, dennoch aber immer für andere da ist (das weiß ich aus eigener Erfahrung!).

Dieses Gespräch machte mich betroffen und zeigte mir wieder ganz deutlich, dass hier in Deutschland das „Soziale“ überhaupt nicht stimmt. Natürlich vergleiche ich es nicht mit anderen, nicht europäischen oder auch anderen europäischen Systemen. Ich vergleiche gar nichts, sondern stelle einfach fest, dass es in Deutschland extreme Lücken gibt, für Menschen, die sich immer bemüht haben viel zu geben und wenn sie selbst in eine Lebensphase kommen oder auch krank und abhängig werden, nicht gebührend  empfangen dürfen so, wie es ihnen eigentlich von meinem Gefühl her zusteht.

Da  das „Traurig-Sein“ oder „sich darüber aufregen“ aber so rein gar nichts bringt, kamen wir auf die Idee, jeweils ein eigenes Crowdfunding-Projekt zu gründen. Und zwar bei einer Plattform, die in Holland vor einem Jahr entstanden ist: CFI.
Diese Plattform bietet jedem Menschen die Möglichkeit, sein eigenes Wunsch/ oder Herzensprojekt zu beschreiben und zu realisieren. 
Das System bei der Crowdfunding International ist legal und gesetzlich abgesichert, es ist erlaubt und nicht verboten, so wie andere Plattformen.

Gesagt, getan und ich gründete mein eigenes Projekt:

https://www.crowdfundinginternational.eu/user/AlexandraKnie

Das, was mir während meiner Arbeit in der Schule immer wieder auffällt ist genau darin beschrieben. Und mein großer Wunsch ist, zusammen mit meinem Mann durch ein solches Projekt etwas zu verbessern an dem gesamten sozialen System. 

Und da jeder Mensch es wert ist, sein eigenes Lebensprojekt zu realisieren, darf auch jeder mitmachen. Du erhältst garantiert viel Hilfe, denn nur gemeinsam lassen sich ethische und soziale Projekte realisieren.
Du kannst Dich unter meiner crowd direkt einschreiben oder mein Projekt auch durch eine offene Spende unterstützen.
Wenn Du selbst ein Projekt gründen möchtest, kannst Du Dich entweder an mich wenden oder Dir in dem Link alles Nötige durchlesen und selbst sofort anfangen!
Ich wünsche jedem Menschen ein erfülltes Leben, sowohl Geistig- Mental, wie auch Körperlich und seelisch. Die Basis dafür sollte jedem Menschen zustehen, nicht nur wenigen Einzelnen! Alles Liebe und viel Glück bei der Realisierung Deines Wunsches!IMG_20160803_202655