Gestohlene Zeit

 

Ein Blick auf das Spiel von jungen Katzen: Sie toben miteinander, sie raufen, sie kämpfen, sie beißen sich, sie spielen liebevoll, kuscheln, schmeißen sich aufeinander, fallen irgendwo hinunter und stehen kopfschüttelnd wieder auf, sie verfolgen sich und sie träumen von ihren Abenteuern….

 Sie lernen über ihr Spiel zu überleben, zu kooperieren, sich zu verteidigen, zu beschützen. Alles, was sie zum Überleben benötigen, erlernen sie in ihrer Kinder-und Jugendzeit.

Nicht anders ist es bei Kindern. Jede Zeit, die sie daran hindert, ihren Bewegungsorganismus zu betätigen und dadurch zu lernen, ist gestohlene Zeit.

Es gibt einige, sehr wenige Eltern, die ihren Kindern den Umgang mit Medien erst ab eines gewissen Alters gestatten. Das ist für diese Eltern ganz klar. Warum sollten sie nun gerade das erlauben, wenn z.B. der Führerschein erst mit 18 gemacht werden darf. Oder die Jägerprüfung, inklusive eines Waffenscheines ebenfalls erst ab einer best. Altersstufe. 

Wenn man aber ein „Tablet“ zu Hause hat, kann es, nach Aussage der meisten Eltern für Kinder mit „kindgerechten“ Spielen, Hörbüchern, Lernspielen, Singspielen usw. gespeist werden, also eine Vorab- Auswahl getroffen werden. Dann entscheiden die Eltern zumindest, mit was das Kind inhaltlich in Berührung kommt. Damit ist die Frage für diese Eltern beantwortet und sie haben keine Befürchtung, dass irgend etwas daran falsch oder gefährlich sein könnte. 

Nun beschäftigt mich das Thema aber tiefer. Die Gefahr, die von einem frühen Konsum mit technischen Medien ausgeht, ist nicht gleich so offensichtlich wie mit dem Vergleich des Führerscheins oder dem Tragen von Waffen, worunter auch Schnitzmesser gehören.

Es gibt eine  phänomenologische Begründung dafür, den Umgang mit Medien nicht vor dem 14. Geburtstag frei verfügbar  zu geben. Das Gleiche gilt für mich  genauso für den Mediengebrauch in der Schule. Wenn man hinzufügt, dass es heute in Schulen, auch in Grundschulen zu einem modernen Standard gehört, Smartboards  (die nichts anderes als ein großer Computer sind der die normalen Kreidetafeln ersetzt und ergänzen soll), einzusetzen.Obwohl selbst die Hersteller solcher Smartboards ausdrücklich erwähnen, welche Nachteile die Anschaffung eines solchen Gerätes hat:

-Man darf keine normale Kreidetafel dazu stellen, da der Computer keinen Staub verträgt und somit die Garantie ablaufen würde.

-Das Smartboard wird mit Quecksilber haltigen Glühbirnen beleuchtet. Falls eine Birne hinunter fallen würde, weil z.B. ein Kind einen Tennisball dorthin feuert, muss der Raum unmittelbar verlassen werden, da sonst hochgradig giftige Quecksilbergase austreten. Der Raum darf in dem Fall einige Jahre nicht benutzt werden.

-Das Smartboard stößt CO 2 aus, während man weltweit gerade diese Ausstöße global zu reduzieren versucht.

– ein Smartboard kostet sehr viel Geld

-Wenn man in der Klasse mit dem Smartboard arbeitet, muss der Raum abgedunkelt werden. Das macht müde, schwächt die Konzentration verhindert eine gesunde Körperhaltung; denn das Kind muss sich mehr bewegen als ein Erwachsener.Tageslicht fehlt und Kinder werden auf den Computer fixiert und von der Technik „abgesogen“.

Wäre es da nicht  angebrachter, Smartboards durch normale Kreidetafeln zu ersetzen als anders herum? Kreidetafeln müssen erst von Lehrern und Schülern gefüllt werden, eigenhändig, körperaktiv und mit vollem Bewusstsein.Sie sind sinnlich wahrnehmbar.

Die phänomenologische, also ganzheitlich und alles betrachtende Erklärung dafür, Kinder vor dem 14. Lebensjahr nicht mit digitalen Medien zu umgeben ist folgende, wenn man davon ausgeht und beobachtet hat, dass Kinder mit 6 Jahren im Vergleich zu Jugendlichen mit 14 Jahren eine Bewusstseinsentwicklung gemacht haben.

Der Mensch macht im Laufe seiner Entwicklung die Evolutionsgeschichte durch. Das kann man gut beobachten, wenn man Kinder kennt und sie genau wahrzunehmen versucht.Bezogen auf die Klassenstufen von 1-3 möchte ich diesen Zusammenhang hier darstellen:


In der ersten Klasse hat das Kind einen sehr beweglichen Körper und gleichzeitig ein eher „halb waches“ Bewusstsein. Diesem Bewusstsein entsprechend sind Märchen förderlich, das fantasievolle Denken anzuregen

Die zweite Klasse bietet als Erzählstoff Fabeln und Legenden, in denen das moralische Bewusstsein eines Kindes angesprochen wird.

Das Kind in der 3. Klasse erlebt sich plötzlich nicht mehr als Teil seiner Umgebung, sondern davon abgegrenzt. Die bedingungslose Geborgenheit entschwindet. Man kann sagen, es fühlt sich an, als wäre es aus dem Paradies hinaus gefallen. Die „Schöpfungsgeschichte“ bis hin zur Vertreibung aus dem Paradies bietet dem Kind seelisch einen Zusammenklang zwischen dem innerlichen Erlebnis und dem Erzählstoff, den man bewusst auswählen kann, um diesen Entwicklungsschritt zu begleiten.

Und so fort….

Im 8. Schuljahr dann kommt das Kind sozusagen in der Neuzeit an. Es hat einen besonders guten Zugang zu allem Rationalen. Religion wird meist als etwas Romantisches abgelehnt, obwohl im Inneren nicht selten tiefgründige Gedanken über den Sinn des Lebens, über Tod und Leben gehegt werden. Geschichtliche Schwerpunkte bildet die Industrielle Revolution des 19.Jahrhunderts, die Entwicklung der Dampfmaschine , die Rationalisierung der Produktion durch die Erfindung der Spinn- und Webmaschine und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit und Verarmung breiter Gesellschaftsschichten. Wenn das Kind innerlich hier angekommen ist, hat es gelernt, mit seinen Händen und Gliedmaßen alle Voraussetzungen schaffen zu können, um in der Welt überleben zu können. In diesem Alter ist es bereit, sich den neuesten technischen Errungenschaften zu widmen, um sie ergänzend für sich zu nutzen.Vor diesem Zeitpunkt erlebe ich die Beschäftigung mit digitalen Medien als Zeitklauer.

Und: keine Furcht vor Langer Weile: Auch das will ein Kind lernen. Aus dem Nichts kann nur etwas entstehen, wenn das Nichts erfahren wird…

 

Kritik am Mythos der Computergesellschaft » Interview mit Joseph Weizenbaum | kurz&knapp 30

 

http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/warum-jaron-lanier-irrt-und-das-netz-lediglich-nuetzlich-ist-id3309987.html

Und hier mein persönliches Crowdfunding-Projekt: https://www.crowdfundinginternational.eu/user/AlexandraKnie

 

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Vertrauen

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Wie schaust Du in die Welt? 

Gehörst Du eher zu den Skeptikern? 

Stell Dir vor, da kommt ein Mensch in den Freundeskreis Deines Kindes und bei der ersten Begegnung mit diesem Menschen durchschüttelt es Dich. Oder du lernst in der Schule Deines Kindes den neu eingestellten Lehrer kennen, der einen völlig anderen Eindruck in Dir hinterlässt, als Du es jemals erlebt hast.Da bewegt sich innerlich etwas in Dir, was Du vielleicht schon häufiger gespürt hast. Ablehnung, Widerstand, Kälte, vielleicht sogar Angst?

Es gibt sehr viele Ausdrucksmöglichkeiten für solche Empfindungen. Vielleicht möchtest Du Deinem Kind nicht mehr erlauben, mit dem neuen Freund zu spielen. Oder in dem anderen Beispiel: Vielleicht tauschst Du Dich in der Schule mit einem anderen Elternteil über den neuen Lehrer aus und hältst Dich auch nicht zurück, den Lehrer hinterrücks schlecht zu machen.Manchmal können diese ablehnenden Gefühle sehr stark werden. So stark, dass Du nicht merkst, wie stark Du Dich selbst damit verletzt. Das, was Du in deinem Gegenüber wahrnimmst, dass ist auch in Dir selbst vorhanden. Du schaust, so kann ich sagen, direkt in dein eigenes Anlitz.

Ist das für Dich stimmig? Kannst Du damit etwas anfangen?

Wenn Du Dich auf diese Annahme einlassen kannst, dann versuche doch mal, Dich mit etwas mehr Verständnis/ Empathie/ Zärtlichkeit zu behandeln. Versuche, Deine eigenen Unvollkommenheiten anzunehmen, ihnen zu verzeihen. Auf diese Weise kannst Du lernen, mit Konflikten, die außerhalb von Dir zu liegen scheinen, empathischer umzugehen, denn Du weißt, dass die Konflikte im Außen sehr viel über Dich selbst aussagen.

Du selbst hast die Kraft, Dein Leben um Dich herum in Dir zu bewegen. Du bist ein Teil davon. Vertrauen in die Welt und Vertrauen in Dich zu haben, das gehört zusammen und bedingt sich.

Du kannst Konflikte, die Dein Kind mit anderen hat, ähnlich anschauen.Lass Dein Kind alle Empfindungen die es hat, es sind seine eigenen. Sie sind weder gut noch schlecht, sie gehören einfach zu ihm und sind liebenswert. Egal, welcher Natur sie sind. Gefühle kommen und gehen. Mit der Zeit wird dein Kind mehr davon auch verstehen. Aber solange es noch klein ist, liegt es an Dir, Dein Kind mit allem, was es Dir zeigt, zu beschützen, zu halten und dadurch Deine Liebe zu zeigen. Wenn Du die Gefühle Deines Kindes auf diese Weise ernst nimmst, dann gibst Du ihm die Möglichkeit, sie auch selbst anzunehmen, zu integrieren, sich selbst zu mögen.Nur wer sich selbst annimmt, kann auch anderen Menschen gegenüber offen bleiben.  Die Gefühle, die Dein Kind äußert, sind zwar Reaktionen, die oft durch das Außen ausgelöst werden, entstammen aber den individuellen Bildern Deines Kindes. Je mehr Bilder es von sich kennen lernt, desto weiter wird seine Empfindungsfähigkeit, Fantasiefähigkeit , Kreativität  und auch seine Liebefähigkeit.

Mitgefühl, Selbstannahme und Geduld führen dazu, dass Du Deinem Kind und der Welt mehr Vertrauen entgegen bringen kannst. Vorurteile, die Du empfindest, wirst Du ohne Beurteilungen wahrnehmen und einfach annehmen können.Das entspannt und verwandelt Deine Kraft in Offenheit und Ganzheitlichkeit.

Viel Glück!

Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte: hier habe ich einen ergänzenden Beitrag mit Meditationsanleitung aus dem 3HO Yoga- Institut

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Vertrauen

Vertrauensmissbrauch – Wege aus der Enttäuschung
Und dann begriff ich,
dass die spirituelle Reise nichts damit
zu tun hatte, nett zu sein.
Es ging darum, echt und authentisch zu sein.
Grenzen zu haben. Zuallererst meinen
Raum zu ehren und an zweiter Stelle den
Raum anderer. Und in diesem Raum der
Selbstfürsorge geschah “nett sein” von allein,
es floss einfach, nicht durch Angst motiviert,
sondern durch Liebe.
(Autor unbekannt)

Was ist Vertrauen
Vertrauen in andere Menschen hält unsere gesamte Gesellschaft im Inneren zusammen. Würdest du nicht zu der Annahme fähig sein, dass dir dein Gegenüber grundsätzlich wohlgesonnen ist, wäre für dich die Liebe genauso unmöglich wie jede andere Beziehung. Im Umgang mit deinen Mitmenschen, mit deinen Familienmitgliedern, Nachbarn, Freunden, Lehrern und so weiter, findet Vertrauen statt. Auch die Mechanismen in Politik und Wirtschaft beruhen zu einem großen Teil auf Vertrauen. Vertrauen kann bitter enttäuscht werden.

Der Duden erklärt das Phänomen „Vertrauen“ als festes Überzeugtsein von der Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit einer Person beziehungsweise Sache. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass andere ihnen gegenüber grundsätzlich wohlmeinend sind. „Ohne jegliches Vertrauen aber könnte [der Mensch] morgens sein Bett nicht verlassen. Unbestimmte Angst, lähmendes Entsetzen befielen ihn.“ ~ Niklas Luhmann, 1989

Vertrauen und der „negative Mind“
Wenn man Abmachungen trifft, dann nimmt man in unserer Gesellschaft an, dass diese Vereinbarungen auch eingehalten werden. Ohne das Vertrauen, dass Übereinkommen Gültigkeit haben, würde ein Mensch andauernd vorsichtig sein und um die Berücksichtigung seiner Interessen kämpfen müssen. Außerdem gehen wir Menschen davon aus, dass eine Nicht-Einhaltung von Übereinkünften angemessen sanktioniert wird. Die Rolle des sogenannten „negativen Minds“ ist es, uns zu schützen. Dieser Teil des Seins reagiert erst einmal negativ auf alles, was er neu kennenlernt. Er kalkuliert die Risiken und bewahrt uns davor, in irgendwelche Fallen zu tappen. Es ist also wichtig, den negativen Anteil des Geistes zu stärken, damit man nicht jeden Köder schluckt und ein sicheres Leben führen kann.

Vertrauen und der „positive Mind“
Jedes Kind kommt mit einem angeborenen Potential an Urvertrauen und vielleicht auch mit einer Urangst auf die Welt, weil es natürlich eine Ahnung davon hat, wie ausgeliefert es ist. Doch bei dem kleinen Kind überwiegt der „positive Mind“ erst einmal. Es glaubt alles, es kann sich jemandem hingeben, es ist ganz offen, es verzeiht und findet schnell wieder eine Vertrauensebene mit seinem Gegenüber. Wichtig ist, dass das natürliche Potential an Urvertrauen gepflegt und gestärkt wird. Dann kann das Kind mit einem tiefen Gefühl der Sicherheit und des Wissens um die Liebe ins Leben gehen. Wenn das Urvertrauen und der positive Mind stark sind, dann kann ein Mensch während späterer Lebenskrisen eher den Silberstreif am Horizont sehen und mit Verlusten und Kränkungen umgehen. Solch einem Mensch fällt es leichter, dem Leben und seinen Herausforderungen immer wieder einen Sinn zu geben.

Vertrauen und der „neutrale Mind“
Jeder Mensch muss eine Balance im Konflikt zwischen Urvertrauen („positive Mind“) und Urmisstrauen („negative Mind“) finden. Es ist wichtig, dass ein Mensch eine positive Grundeinstellung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Welt finden kann und pflegt. Gleichzeitig muss er Misstrauen und ein eigenes Ichempfinden entwickeln dürfen, also sich abgrenzen lernen und mit Frustration und Trauer umgehen können. Nun kommt der sogenannte neutrale Mind ins Spiel. Dieser Anteil unseres Geistes nimmt Informationen von dem negativen und dem positiven Teil auf und trifft Entscheidungen. Das Für und Wider wird abgewogen. Wenn dieser Anteil deiner Intelligenz gut ausgebildet ist, dann fühlst du dich nicht von vornherein zum Positiven oder zum Negativen hingezogen, dein Geist kann, wie ein gerechter Richter, dissoziiert urteilen. Der neutrale Teil deines Geistes findet intuitiv den Weg der Mitte und den Weg des Herzens.

Vertrauensbrüche
Menschen, deren Vertrauen schon einmal enttäuscht wurde, kennen das qualvolle Gefühl tiefer Desillusionierung, das zurückbleiben kann. Ob ein Mensch vom Lebenspartner, von einem Freund, von einem Familienmitglied oder einem Lehrer enttäuscht wurde – ein Vertrauensmissbrauch wird wie ein Betrug wahrgenommen.

Die Folgen eines Vertrauensmissbrauchs können je nach wahrgenommener Schwere für den Betroffenen ähnliche Dimensionen annehmen, wie die Gefühle, die nach einem Überfall oder einer Vergewaltigung entstehen. Es werden neben Wut und Enttäuschung auch Empfindungen von Scham und Selbstzweifel hervorgerufen. Manche Menschen leiden für den Rest ihres Lebens unter den Folgen eines Vertrauensbruchs.

Den Bruch heilen
Wem und ob ein Mensch vertraut oder misstraut, das ist eine innerer Prozess. Man kann niemanden zwingen zu vertrauen.
Bei manchen Menschen wächst nach einer Enttäuschung die Fähigkeit zu vertrauen erst langsam wieder. Immer, wenn wir uns einem Menschen etc. öffnen, gehen wir auch das Risiko ein, betrogen, verletzt oder abgelehnt zu werden. Niemand kann uns eine Garantie dafür geben, dass das nicht geschehen wird.
Daher sagt der Dalai Lama wohl auch, dass große Liebe und große Ziele große Risiken in sich bergen.

Der Weg aus der Enttäuschung: Dos
Einige Menschen empfinden es als stärkend, unter Leute zu gehen. Anderen Betroffenen helfen Aktivitäten wie ein Ehrenamt, eine Reise eine Selbsthilfegruppe etc. .
Wieder andere Personen heilen sich mit einer Zeit der Isolation.
Wichtig ist die Selbstreflexion: Was ist geschehen und was kannst du tun, um dich innerlich zu stärken und weniger verletzbar zu sein?
Aufbauen von Selbstvertrauen.
Sei vorsichtig, aber gib anderen eine Chance.

Der Weg aus der Enttäuschung: Don’ts
Betreibe keine Selbstzerfleischung (zum Beispiel durch übertriebene Selbstvorwürfe).
Keine Selbstbestrafung (z. Bsp. mit Einsamkeit).
Nicht vergleichen.
Nicht generalisieren.

So paradox es klingt: Letztendlich ist Vertrauen wichtig, um mit Enttäuschungen umgehen zu können. Mahatma Gandhi sagte einmal: Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche. Ganz oft denken Menschen ja andersherum, dass Vertrauen ein Zeichen von Schwäche ist, denn man macht sich angreifbar.

Wenn Vertrauen und Mut zusammen kommen, dann nennen wir das Überzeugung. Wenn Überzeugung und Gnade zusammen kommen, dann ist das Glauben. Wir müssen unsere Göttlichkeit, unsere Integrität, unseren Mut, unsere Überzeugung und unser Vertrauen in solch einem Ausmaß entwickeln, dass diese Werte durch nichts zu erschüttern sind. Die mutigste Handlung ist zu vertrauen. Demütig sind diejenigen, die an Gottes Energie glauben, ihr vertrauen und sie fließen lassen. – Yogi Bhajan

Vertrauen ist der nächste Schritt in dem Prozess der Veränderung und ohne Vertrauen kann keine Transformation geschehen. Vertraue, indem du ernst nimmst, was du wahrnimmst, indem du dich nicht drängen lässt, sondern deiner inneren Wahrheit folgst und so die volle Verantwortung für dein Glück übernimmst. Deine Kraft kehrt zu dir zurück.

MED-000036-1Meditation für Brosa (Sanskrit für Vertrauen, Überzeugung, Glauben)

Mantra:
Wahe Guru

Haltung:
Du sitzt in der einfachen Haltung oder vielleicht auch auf einem Stuhl oder Hocker. Wichtig ist, dass deine Wirbelsäule aufgerichtet ist.

Augen:
Geschlossen.

Mudra:
Du hebst die Arme mit gebeugten Ellenbogen in einem Bogen über deinen Kopf. Wenn du ein Mann bist, dann legst du die rechte Hand auf die linke Hand. Bist du eine Frau, dann legst du die rechte Hand auf die linke. Die Hände weisen nach unten. Die Daumenkuppen sind gegeneinander gelegt.

Wie du das Mantra chantest:
Du formst die Worte sehr präzise mit den Lippen und mit der Zunge. Flüstere, so dass „Guru“ kaum zu hören ist. Ein Atemzug pro Mantrawiederholung.

Zeit:
11 Minuten

Die “Meditation für Brosa” beeinflusst das Element des Vertrauens in der Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Vertrauen ist die Basis von Glauben, Commitment und der Wahrnehmung der Wirklichkeit. Die Meditation schenkt dir eine Erhebung deines Geistes, so dass du Herausforderungen annehmen kannst. Sie baut deine Aura auf und gibt ihr Gleichgewicht. Das geschieht von der Ebene des vierten Chakras her. Praktiziere die Meditation höchstens für 11 Minuten täglich während der ersten ein bis zwei Wochen, dann kannst du die Meditationsdauer alle fünfzehn Tage um eine Minute verlängern, bis du insgesamt für 31 Minuten meditierst.
© The Teachings of Yogi Bhajan
Quelle für die Meditation: Spirit Voyage

 

 

 

Umgang mit Medien

Künstler leider unbekannt, aber ich liebe dieses Bild13124864_253924581622841_3948559779955461484_n.jpg

Mediengesellschaft“ : Bedeutet das, dass Du Deinen Kindern so früh wie nur irgend möglich Zugang zu allen Formen der Digitalisierung verschaffen solltest, damit sie auch ja nicht verpassen sich Wissen anzueignen? Oder einfach nur: Dazu zu gehören?

Ich nehme hier einen sehr klaren Standpunkt ein, den ich Dir gerne erzählen möchte.

Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst so lange wie möglich ohne Fernseher, CDplayer, PC usw. auszukommen, ist es sehr bedeutsam, wenn Dein Kind bestimmte Dinge mit seinen eigenen Händen tun kann, bevor es mit der Technik in Berührung kommt.

Dazu gehören:

-Zähneputzen,

-Schuhe zubinden,

-sich selbst den Po Po abwischen

-Roller und Fahrrad fahren

-mit Messer und Gabel essen

-Tisch abräumen

-Geschichten/ Märchen nach erzählen

eigenständig lesen dürfen, um dem Sog der technischen Medien nicht ausgeliefert zu sein

und in die Fantasiewelten eintauchen zu können

-zuhören

-singen

-springen

-auf einem Bein hüpfen/ auf beiden abwechselnd (es ist logisch, dass ein Querschnitt gelähmtes Kind das nicht kann…)

-sich anziehen

-eine Körperempfindung haben und sich entsprechend kleiden

-sich klar und deutlich artikulieren

-Konflikte ohne Gewalt lösen

-Freunde zum Spielen haben

-auf fremde Menschen zugehen 

-alleine bei einem Freund übernachten

-in Pfützen plantschen und matschen

-mit einem Hund spazieren gehen

-auf einem Pony reiten

sich trauen, nein zu sagen

-mindestens einmal mit einem Erwachsenen zum Zelten gefahren sein….

mir fällt noch mehr ein.

Und warum fällt mir das alles ein? Ich sehe in meiner Vorstellung ein tätiges Kind, ein Kind, welches mit sich selbst eins ist. Ein Kind, welches sich beschäftigen kann, viel draußen in der Natur zu finden ist, ein Kind, welches Fantasie hat und sich von einem Spiel mit Freunden kaum trennen kann. Ich sehe Lächeln, Freude, rote Wangen. Ich sehe Mut, Hoffnung, Impulsivität. Ich sehe das aktive Kind mit sehr viel Potential.

Was siehst Du vor Deinem inneren Auge, wenn Du ein Kind vor dem PC sitzen siehst? Scheue Dich nicht, zu kommentieren. 

 

http://www.taz.de/Digitalisierung-und-Politik/!5296605/

Und hier mein persönliches Crowdfunding-Projekt:https://www.crowdfundinginternational.eu/user/AlexandraKnie

Loslassen

 

  • Es gibt so viele Angebote für Dein Kind, so viele Möglichkeiten. Verschiedene Schulkonzepte, unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten. Fühlst Du Dich da manchmal überfordert, eine Entscheidung zu treffen, mit und für Dein Kind?
  • Dann warte einen Moment. Lass die Unentschlossenheit so stehen! Werde ihr Gewahr. Lasse Dich darauf ein. Atme tief die Unentschlossenheit ein. Und genieße sie.
  • Das entschleunigt.
  • Das beruhigt.
  • Das entspannt.
  • Und dann?
  • Dann kommt zu großer Wahrscheinlichkeit von ganz allein etwas in Dir auf, was wirklich aus der Tiefe kommt. Und dies hat sehr viel mehr mit dem zu tun, was Du für und mit Deinem Kind möchtest.
  • Lass Dich darauf ein, probiere es aus. Atme!

Probleme beim Abgeben im Kindergarten oder in der Schule? So geht´s prima!

  • Hallo liebe Eltern,
    des öfteren kommen  Fragen auf, wie mit der Situation des morgendlichen Abgebens im Kindergarten oder in der Schule  gewaltfrei umgegangen werden kann. Ich habe da ein paar ganz brauchbare Tipps für Dich:

    Wenn die Institution, in die Du Dein Kind geben möchtest, liebevolle Erzieher und Lehrer hat, die sich auch um das seelische , nicht nur um das pädagogische und pflegerische Wohl Deines Kindes kümmern, wenn es dort Kinder gibt, mit denen Dein Kind gerne spielt und arbeitet usw. dann bist ja auch Du erst mal ganz zufrieden. (Grundbedingung).

    Wenn Du selbst ganz klar bist mit Deiner Entscheidung, Dein Kind ein paar Stunden z.B. in den Kindergarten zu geben, ist es gut, wenn diese Entscheidung nicht jeden Tag auf´s Neu von Dir in Frage gestellt wird.Es ergibt sich dann ganz selbstverständlich einfach ein anderer Tages-Rhythmus, der bedeutet, dass man morgens zu einer bestimmten Zeit dort ist.Und zu einer bestimmten Zeit wieder Heim geht. Wenn „Nörgeligkeit“, Unzufriedenheit sich beim Kind zeigt, ist das meistens ein Zeichen für Abgeschlagenheit/ Krankheit/Überforderung. In dem Falle habe ich meine Kinder immer zu Hause gelassen. Man sagt: Ein Tag Fieber/ zwei Tage Rekonvaleszense. Dein Arbeitgeber weiß, dass Du zu Hause bleiben darfst, wenn Dein Kind erkrankt ist.
    Das gleiche gilt für die Schule.
    Nörgelige, kranke und angeschlagene Kinder im Kindergarten oder in der Schule zu betreuen, ist nicht die Aufgabe der Erzieher oder Lehrer.
    Wenn Dein Kind sich von Dir oder von der Pädagogin nicht genug gesehen/ wahrgenommen fühlt, kann es sein, dass es auch bei der Abgabe weint oder nicht hin möchte, weil…..Der Grund ist meist eine Überforderung, dann  ist es gut, immer kurz mit der Pädagogin in Kontakt zu bleiben, sich  beim Abholen kurz drüber zu unterhalten usw., kurz. Die Pädagogin hat so auch die Möglichkeit, ihr Bewusstsein mehr auf Dein Kind oder einen bestimmten Konflikt zu legen.
    Für Kinder unter 3,5 Jahren ist es meist eine große Überwindung, sich von der körperlichen Nähe der Mutter zu lösen. In den  ersten drei Jahre ist das Kind körperlich, geistig  und emotional mit der Mama „verschmolzen“ und erst nach und nach bildet es sein eigenes, energetisches, individuelles System. Kein Wunder, dass es als Verlust erlebt wird, wenn Kinder , die früher in den Kindergarten gehen, einen großen Schmerz erleben und ständig verdrängen müssen.Deswegen ist der Betreuungsschlüssel bei kleineren Kindern auch höher, so dass sehr viel körperliche Nähe zwischen Kind und Erzieher fließen kann. Wenn man auf diese Weise entwicklungsgemäß auf die Bedürfnisse der Kinder achtet, ohne das Ganze mit ihnen analytisch auszudiskutieren, dann empfinde ich das als friedliche und für alle Beteiligten nützliche Aktion.Du wirst sehen, dass es Euch besser gehen wird, wenn Du diese Hilfen in Deinen Tagesablauf integrierst.