Elternberatungen professionalisieren

Hallo. Heute habe ich wider Erwarten noch ein Päckchen von einer Schulfamilie aus meiner nun „Ex4.Klasse“ erhalten. Es war ein sehr lieber Brief darinnen und auch ein gehäkeltes Sitzkissen aus dicker Schurwolle. Ich habe mich so sehr gefreut. Der Schüler hat mir auch eine Karte geschrieben und sehr lieb war, dass die Eltern sich bedankt haben für das so gute Zeugnis. Der Schüler hatte am Anfang der 4. Klasse eine wirkliche Blockade in der Mathematik. Und da ich wieder in meiner alten Heimat bin und hier wirklich noch sehr geniale, tolle Heiler und Lernbegleiter usw. kenne, habe ich der Familie einen mir sehr vertrauten Heilpraktiker empfohlen, der auch Lernkinesiologie macht. Es war sehr sensibel gestimmt, als ich der Mutter dies empfahl damals. Aber sie ist tatsächlich mit ihrem Sohn dort hin gefahren und hat mir davon erzählt. Der Sohn war komplett begeistert und hatte so tolle Übungen mitgebracht, die wir auch in der Schule mit allen machen konnten.Das hat ihn so glücklich gemacht, da seine Blockade dadurch verarbeitet und geheilt werden konnte. Er war ein paarmal bei dem Heilpraktiker und seine Leistungen waren in allen Bereichen um so vieles besser geworden. Auch war er viel ruhiger geworden. Das komplett Lustige war, dass ich nicht wusste, dass der Heilpraktiker, den ich ja vor den 12 Jahren Berlin gut kannte, inzwischen Rentner geworden war und in äußerst ärmlichen Verhältnissen irgendwo auf einem Campingplatz lebt. Und dennoch hatte die Familie Vertrauen in meine Aussage und Empfehlung gelegt. Das berührte mich die ganze Zeit so sehr, weil auch die Familie insgesamt von dem ruhigeren, zentrieren Verhalten des Sohnes profitierte. Als die Mutter mir vergangene Woche schrieb, dass ihr Sohn unter „diesen “ Umständen nicht zu mir zu Besuch kommen würde, um sich zu verabschieden, war ich sehr traurig, denn ich mag ihn ja nun wirklich sehr, auch durch diese Geschichte! Und wer weiß, was den Familien von mir erzählt wurde. Ganz schlimm ist das. So schrieb ich ihnen das heute alles nochmal auf und teilte ihnen meine Freude mit. Ja, und Euch wollte ich das auch mitteilen, da es mich einfach komplett bestärkt in meiner Wahrnehmungsfähigkeit, meiner Intuition gegenüber, meiner Fähigkeit, Kindern Unterstützung geben zu können und darin, auch wirklich professionell wirken zu können. Die Schätze, die ich in mir trage, die lasse ich mir durch machtgierige SchulleiterInnen nicht nehmen . Und das wird sicher auch etwas in meinen zukünftigen Begegnungen ändern und bereichern. ❤

Warum Lernen Zeit braucht

Warum Lernen Zeit braucht

Es gibt heute Methoden, die das Lernen erleichtern sollen. 

Zum Beispiel ist Ricardo Leppe aus Österreich da ein guter Repräsentant. Er und sein Bruder haben ein Konzept entwickelt, mit dem das Lernen angeblich schneller funktionieren kann, so dass den Kindern viel mehr Zeit zum Spielen bleibt. Ricardo Leppe ist ein Zauberkünstler und vermag es durch die Kraft der Bilder Assoziationen zu bilden, die es dem Kind leichter machen motiviert zu bleiben und sich auch besser erinnern zu können. Die von ihm vorgeschlagenen Assoziationen verstehe ich als sehr komplex und bin selbst nicht in der Lage, diese zu behalten. 

Sehr viele Menschen sind von seiner Methode begeistert. Gerade Menschen, die mit ihren Kindern homeschooling oder das Freilernen praktizieren, welches durch die vielen Lock Downs einen neuen Stellenwert eingenommen hat , ist diese Lernform besonders attraktiv, da sie auch von Laien praktiziert werden kann. Mit diesem System muss man kein Lehrer oder Pädagoge sein. Diese machen ja laut Ricardo Leppe das Schul-System kaputt. Zumindest das Regelschulsystem.

Ich bin begeistert von der Fantasiekraft und der Fähigkeit zu kombinieren. Ricardo Leppe vermag wirklich mit seiner sprudelnden, positiven und hoch schwingenden Art die Menschen zu begeistern und auch zu verzaubern. Immerhin ist er ein Zauberkünstler.  Für viele Kinder ist diese Form des Lernens mit Sicherheit attraktiv und angebracht. Ist es aber so, dass Lernen schnell funktionieren soll? Diese Sichtweise gibt mir zu denken und deswegen möchte ich den Schwenk hinüber zur Waldorfpädagogik machen, in der Lernen ein entwicklungsgemäßer Prozess ist und auch als solcher gehandhabt wird. Lernstoff wird dann an die Kinder heran gefùhrt, wenn er seelisch in Resonanz gehen kann mit den Kindern. Erst dann, ist ein Kind offen dafür und ergreift den Lernstoff überhaupt erst. Bei vielen Kindern lässt sich dies sehr schön beobachten. Man kann regelrecht die Verschmelzung des Lernstoffes mit der Seele des Kindes wahrnehmen. Kinder, die gut behütet und mit Ritualen groß geworden sind, unendlich viel spielen konnten und in ihrem Tageslauf immer wiederkehrende Tätigkeiten und Rituale hatten. Kinder, deren Nächte gut behütet und eingeführt wurden. Kinder, bei diesen Kindern wo, sage ich mal, jeglicher Entwicklungssprung angemessen und liebevoll begleitet wurde, kann ich wahrnehmen, dass das Lernen in der Waldorfschule so, wie es dort methodisch gemacht wird, gut laufen kann. Denn die seelische Unterstützung bekommen sie einmal durch den Lehrplan und den Lehrer dann aber auch von zu Hause. Dort wo diese Voraussetzungen nicht gegeben sind und das Kind mehr oder weniger hüllenlos und damit orientierungslos aufwächst, sieht es damit anders aus. Diese Kinder bräuchten auch innerhalb der Waldorfschule mehr liebevolle Begleitung und zusätzliche Angebote. Es ist also bei einer Klassenbildung darauf zu achten, dass diese gut zusammenwachsen kann. Und das funktioniert nur, wenn eben auch alle, so wie sie eben sind, mitgenommen werden kõnnen. Insbesondere dafür ist ein guter pädagogischer Mitarbeiter erforderlich, der Kinder auffangen kann, die eben dieses mehr an Unterstützung und Begleitung brauchen. Und es braucht Einzelhelfer, die für bestimmte Kinder immer da sind und quasi immer hinter dem Rücken des Kindes stehen und es behüten und ihm helfen. Das ist nicht in allen Waldorfschulen üblich. Oft besteht dort noch die Meinung, der Lehrer müsse das alleine schaffen. Diese alte Einstellung verhindert eine gute Klassenbildung und fùhrt dazu, dass viele Kinder nicht zum Zuge kommen und sogar gemobbt werden, sich auch in der Waldorfschule nicht angemessen wahrgenommen fühlen. 

Das Lernen einerseits, welches in Entwicklungsstufen abläuft und die zusätzliche, seelische Begleitung der Kinder altersgemæß andererseits sind Voraussetzung für einen gesunden Lernprozess, der weder forciert, noch verlangsamt werden muss, jedoch in einer entschleunigten Atmosphäre von jeglichem krank machenden Stress geschieht.

Hausbau-Projekt

In der Grundschule ein Hausbau- Projekt zu starten, geht wahrscheinlich erst immer nach der Noten Konferenz. Es ist eine Wahl.

Will ich für meine Schüler auch etwas Sinnvolles für Leib, Seele und Geist anbieten, dann mache ich derartige ganzheitliche Projekte auch sonst und integriere sie in den normalen Lehrplan. So, wie dies hier möglich war. Das Thema „Hausbau“ steht im Lehrplan der zweiten Klasse. In der Waldorfschule wird es erst, zusammen mit der Ackerbauepoche in der dritten Klasse gemacht. Das ist auch sinnvoll. Jedoch hatte ich nun den Wunsch, diese Zweitklässler mit so einer schönen Erinnerung in die Ferien zu verabschieden. Und es ist durchaus gelungen. Die Kinder haben gewerkelt mit Sägen, Bohrern. Sie haben sich Holz und anderes Material gesucht und Grundfertigkeiten erlernt. Sie haben Mauersteine plastiziert und gesehen, wie man sie verbinden kann. Nun fehlt noch das Reetdach, welches auch viel Finger- und Handarbeit erfordert. Es gibt keinen Grund, Regelschüler von diesen Tätigkeiten auszuschließen. Es ist eine Chance zu sehen, welche Möglichkeiten man als Grundschullehrer hat. Diagnostik und Förderung auf der einen Seite, sinnvolle, ganzheitlich bezogene Projekte auf der anderen Seite. Das ist für mich Grundschulpädagogik. Auf diesem Grundstock lernen sie Schreiben und Rechnen wie von selbst.

Klimaneutral und Nachhaltigkeit im Buchdruck

In dem Video erkläre ich nochmal den Schreiblehrgang für die Erstklässler. https://www.epubli.de/shop/buch/Buchstabengeschichte–Schreiben-und-Lesen-lernen-mit-Leo-Ronja-und-Lise-Catharina-J%C3%BClich-9783754137048/115421

Damit ich eine nachhaltige und kostengünstigere Produktion bei der Grasdruckerei gewährleisten kann, sammle ich ab sofort (27.6.21) Bestellungen und Überweisungen für den Kauf eines Buches, da ich in Vorleistung gehen muss für 100 Buchexemplare.

Wenn Du ein Buch vorbestellen möchtest, schreibe mir bitte eine eMail:. catharina_juelich@web.de

Danke

Die Grasdruckerei

https://fb.watch/6lTVTbm9Ay/

Im vergangenen Jahr entstanden viele bunte Geschichten mit diesen drei Kindern und ihrem Hund.

Ein Schreiblehrgang war daraus geboren. Der Wunsch, einmal ein Buch zu machen über das Einführen der Buchstaben, hatte ich schon lange. Im Grunde kann man sich viele Geschichten einfallen lassen, um Erstklässlern die Buchstaben beizubringen. Aber das bedeutet nicht immer, dass sie sich diese auch merken. In diesem Buch geht es um ganz kindliche Erlebnisse und Abenteuer. Und die Buchstaben, die aus den Geschichten heraus entstehen, dürfen in dem Buch geübt werden. Es hat 220 Seiten.

Nun hat aktuell eine Kollegin von mir, die ebenfalls Grundschullehrerin und Waldorflehrerin ist, ein wunderschönes Rechenbuch heraus gebracht. „WaldiWaldmaus“.

Frauke Beckers hat dieses Buch in der Grasdruckerei drucken lassen. Und da ich Graspapier viel ökologischer finde als Baumpapier, habe ich mich entschieden, das Buch nochmal dort drucken zu lassen. Das passt viel besser zum Inhalt des Buches und fühlt sich einfach super sinnlich an . Es leuchtet und duftet und ich mag es gerne anfassen.

Ich hoffe sehr, dass es auf diesem Wege leichter in die Welt hinaus findet .

Wissen_schafft_dir_Freiheit

Eine wunderschöne Eiche steht bei uns im Garten Eine Schaukel hängt daran .

Wenn ich noch eine Jurte dazu aufbaue, könnte ich eine Schulklasse mit 20 Kindern dort führen.

Waldorf inspiriert, naturverbunden, musisch-künstlerisch.

Hast du Lust mitzumachen, dein Kind mir anzuvertrauen? Für die Grundschulzeit? Es wäre eine Privatschule, demzufolge müsste man sie selbst bezahlen.

Melde dich.

Raum Lüneburg/Ost.

CBD Öle sind revolutionär in der Schmerz- und Nerventherapie

Mit meinem code: http://hanfgefluester.refr.cc/catharinaj erhalte ich durch Deinen Kauf 10 % Prozent auf diese wundervollen CBD Öl Produkte, die in ihrer Wirksamkeit nach langem Ausprobieren meinerseits zu den besten Ölen gehören. Bei Migräne zum Beispiel reichen ein bis zweimal 8 Tropfen und Du bist beschwerdefrei, wenn Du Dich mit dem Hanföl angefreundet hast und es täglich einmal morgens nimmst (drei Tropfen). Außerdem entspannt das Öl. Du bist entspannt, kannst besser schlafen. Auch Menschen, die unter Melancholie leiden, hilft das Öl. Es gibt für verschiedene Symptome verschieden Prozentangaben. Man kann sich das auf der Seite gut durchlesen. Absolut empfehlenswert!!!Wenn Du Dich bei mir meldest, bekommst Du außerdem von mir einen Link, mit dem Du das Öl günstiger bekommst.

Nachhaltig leben und zukünftig denken mit Pfiff….

Gerade habe ich mich einmal gefragt, wie ich in 9 Jahren überhaupt noch einkaufen kann.
Ich werde, so wie mir dies immer mitgeteilt wird, eine Rente von 900 Euro bekommen.
Die vergangenen 30 Jahre habe ich das meiste von dem, was wir essen, in Bioläden gekauft. Da ich gerne auch zukünftig weiter Biolebensmittel beziehen möchte und auch interessiert daran bin, dass die Biolandwirtschaft den größten Teil an landwirtschaftlichen Flächen und Produkten auf dem Markt einnehmen wird, weiß ich, dass ich das mit diesem 2018 gegründeten Vertriebssystem unterstützen kann und sogar davon profitiere. Wenn ich es weiter schaffe, die Menschen davon zu begeistern, dass sie durch den Kauf von Bioprodukten und den Aufbau eines eigenen webshops daran teilhaben, dass dieser Markt digital gigantisch wächst, muss ich mich nicht sorgen über meine Ernährung in 9 Jahren, denn die finanziert sich dann selbst. Und ich kann sogar noch viel mehr daraus machen, wenn ich mich weiter begeistern und einsetzen kann.
Und #nach meinem Tode können meine #Kinder diesen #webshop übernehmen und weiterführen.
Was du denn dort kaufen kannst?
Alles, was du gewöhnlicherweise sowieso im #Bioladen kaufen würdest.
Da es sich um ein aufbauendes #Vertriebssystem handelt, hängt von den #Kunden ab, was in das Sortiment zusätzlich einfließen wird. So bin ich gerade dabei den #veganen # „Gondino“ Käse dort einzuschleusen…Außerdem habe sehr großes Interesse an #Frischeprodukten wie #Gemüse und #regionales Obst. Ich würde sehr gerne die Menschen, die dies hier bei uns regional anbauen, unterstützen, in dem ich es bei ihnen kaufe. Also bringe ich dies ein und so kann ich Beitrag sein für die #Weiterentwicklung dieses #Unternehmens. Das #ethische #Konzept dahinter spricht von selbst. Alle #Menschen die mitmachen, unterstützen sich gegenseitig, da das Ganze ja nur etwas bringt, wenn das viele tun möchten. Alle wollen tolle #Bioprodukte, alle möchten gesunde Dinge #essen und ich wünsche allen Menschen, dass es ihnen gut geht und sie in Fülle und #Frieden leben dürfen. Also habe ich ein #Interesse daran, dass jeder die Möglichkeit hat einzusteigen. Näheres mit Link: catharina_juelich@web.de

Schau hier auf meine neue Seite: “ Mein Webshop“ . Dort findest Du alle nötigen Infos

Elternabende tragen lernen

Seitdem es zum Glück kaum noch Grenzen oder Mauern mehr gibt, jedenfalls im Zusammenhang mit Verriegelungen von ganzen Ländern oder Städten, erlebe ich die Grenzenlosigkeit in den übergriffigen und unachtsamen, auch eingeklemmten und Ansicht verhafteter Äußerungen der Menschen.

Die Maueröffnungen geben Menschen ihre Freiheiten wieder, auf die sie lange verzichtet haben Auch aktuell werden viele Grundrechte eingeschränkt und die Menschen erleben dies als ein No Go .

Bedeutet das denn auch, dass jegliches Gespür für Zynismus, Beleidigungen, grobe Verurteilungen, blöde Witze usw. abhanden gekommen ist? Gibt es außer der äußeren Grenzen keine intuitiv gesteckten Grenzen, die man aufgrund eines sozialen oder herzlichen Umgangs miteinander selbsttätig und erlebbar einsetzen möchte?

Als Lehrerin erlebe ich mich selbst oft als jemand, der die Familiensituationen und Strukturen zu wenig kennt, als dass ich in irgendeiner Weise darüber urteilen würde. Wenn mir ein Kind im Vertrauen erzählt, dass es von seinem Vater in einen Raum gesperrt wird, um dort verprügelt zu werden, dann rufe ich sofort bei einer mir bekannten Nummer an. Aber wenn ein Kind mit ungekämmten Haaren in die Schule kommt, dann versuche ich doch gerade sehr liebevoll mit der Familie in Kontakt zu sein, ohne zu urteilen, zu maßregeln oder aufzufordern.

Wenn auf einem Elternabend von mir als Lehrerin erzählt wird, was wir als Klasse alles gemacht haben und mit wie viel Engagement ich die Kinder in ihren Tätigkeiten wahrnehme und erlebe, dann tu ich das aus einem wertschätzenden Blick heraus, an dem ich sehr lange gearbeitet habe. Dann tue ich dies aus einem offenen Herzen heraus, welches ich geschult habe. Ich werde dann nicht beleidigend sagen, dass die Kinder ihre Hausaufgaben oft vergessen, weil das sage ich den Kindern selbst.

Ich werde ihnen nicht sagen, wie schwierig für alle die gesamte Situation gerade ist. Weil ich selbst dabei bin, das Beste aus ihr machen zu müssen. Um den Kindern Struktur, Halt, Hoffnung und Liebe entgegen zu bringen. Warum muss man sich als Lehrer jegliche Gemeinheiten von Seiten der Eltern gefallen lassen? Wo ist da eine Grenze. Und wo bekommt man Hilfe, wenn einem nicht zu helfen ist? Wenn keiner da ist, der mehr kann oder weiter weiß?

Das gibt es nicht. Aber es gibt etwas, worauf ich mich stützen kann, wen ich bitten kann. Zu dem ich beten kann, durch den ich an meine Quelle zurück kann. Und wenn es eben so ist, dass es sonst keine Hilfe gibt, wieso kann ich dann nicht dieses Gespür für Getragensein, für Verwurzelung, wieso kann ich dann den Kindern das Leben in der Schule nicht versüßen durch zum Beispiel Duftlämpchen, die ein wohliges Gefühl vermitteln. Wieso darf ich dann kein Qigong mit ihnen machen? Keine Waldspaziergänge, keine Theaterspiele mit Abstandsregelungen, keine wunderbaren Lieder draußen mit ihnen singen, wieso dürfen die Kinder ihre fantastischen Ideen, Träume und Wünsche nicht aufschreiben? Diese Texte bieten das größte Lernpotenzial, da die Kinder sich mit dem, was sie schreiben identifizieren und wenn ich das dann als Lehrerin so gut es eben geht korrigiere, dann lieben die Kinder das, was sie geschrieben haben. Dann lernen sie, das Lesen und Schreiben zu lieben. Eine Aussage : “ Mein Kind lernt zu wenig!“ , ist dann fehl am Platz, es ist geradezu eine lächerliche Beleidigung! Sorry: Bewertung!

Wieso dürfen sie nicht in Aquarellfarben eintauchen und durch das Element des Wassers Schönheit und Hässlichkeit erleben?

Fragst du dich ähnliche Dinge? Wie gehst du mit all diesem Stress um? Kannst du überhaupt noch in der Mitte bleiben? Wie gelingt dir das?

Und liebe Eltern. Ich bin auch Elternteil. Ich habe Kinder und Enkel. Und ich weiß, wie schwierig das alles sein kann. Aber bitte. Macht nicht noch jene dafür zum Büttel, die sich mit euren Kindern nicht nur viel Mühe geben, sondern die wollen, dass dein Kind als das wahrgenommen wird, was es ist. Als wunderbares Kind Gottes. Als das Höchste, was je geschaffen wurde bis heute. Als ein liebevolles, glückseliges und freudiges Menschenkind. Welches genau dich als Elternteil ausgesucht hat. Übe dich dich in Vertrauen, dann kannst du besser atmen und dein Kind wird sich entwickeln. So, wie das eben sein soll. Wir helfen ihm dabei. Und wir machen Fehler. Weil wir eben Fehler machen. Ob das nun ein falsches Wort auf einer Kopie ist oder ein falsches Datum auf einem Brief oder eine forsche Antwort auf eine Frage im falschen Augenblick. Auf ein Türenzuknallen, weil man sich nicht anders helfen konnte oder ein Weinen nach einem Elternabend. Ja, auch wir als Lehrer sind Kinder Gottes.

Mögen alle Menschen in Frieden und Freiheit leben und glücklich sein dürfen und es ihnen an nichts fehlen.

„Gesunder Menschenverstand“ statt „Waldorf“ oder „Nichtwaldorf“

Das aber ist nicht mehr als eine Ansicht, mit der man sofort in irgendeiner Schublade landet.

Ich habe von diesen Ansichten mittlerweile die Nase voll. Viel eher sollte man sich doch fragen, ob bei dem, was man da in der Schule lehrt, auch irgend etwas Positives heraus kommt.

Selbst Schülern, die so gut sind im Unterricht, dass sie ständig mehr Futter bräuchten, täte es diesen Schùlern nicht vereinzelt sogar besser, wenn sie den anderen Schülern etwas unter die Arme griffen? Bekanntlich fördert dies nicht nur das Sozialverhalten, sondern auch weitere Kompetenzen, denn die Schüler lernen miteinander auf eine Art zu kommunizieren, in dem der Inhalt im Fokus steht. Wie toll ist das denn? Da geht es um konstruktiven Austausch.

Die ständige Sorge der Eltern, ob denn die Kinder genügend lernen usw., die bringt niemandem wirklich etwas. Es verunsichert alle, besonders die Kinder, die ja eigentlich zufrieden sind. Ob Waldorf oder nicht. Es geht darum, dass die Kinder wirklich etwas lernen. Etwas, was sie im Leben konkret gebrauchen können. Jemandem etwas beizubringen ist doch etwas Tolles. Aber auch das Nähen einer Hose, das Stricken von Strümpfen oder einer Mütze. Das Plastizieren eines Schädels: Was lernt man daran? Alles.

Wie bringt man die Eltern auf diese Spur, dass nicht alleine die Ausrichtung auf die Kernfächer Priorität hat und dass es besser ist, wenn die Kinder entschleunigter lernen. Das betrifft insbesondere die Schulanfänger, die in der ersten Klasse bereits lesen und schreiben können sollen, obwohl dies rein wissenschaftlich belegt erst am Ende oder Anfang des 3. Schuljahres so sein „sollte“. Alles, was zu schnell und zu oberflächig geht, schadet den Kindern ! Bringt sie zu schnell in die Vorpubertät. Die Kinder haben sich eine Kindheit, eine Jugendzeit und eine junge Erwachsenenzeit verdient Sie wurden geboren, um zu leben! Warum soll, auch mit Hilfe des Zentralabiturs alles in die Kindheit gepropft werden? Und warum muss das alles auch noch komplett vereinheitlicht werden, wo doch die Vielfalt entscheidend dazu beiträgt, dass sich die Menschheit weiter entwickelt?

Ob Waldorf oder nicht. Es geht vor allem um die Logik der Notwendigkeit handwerklicher , musischer und künstlerischer Fãcher. Und es geht auch darum, dass die Lehrer das jenen erklären müssen, die es nicht wissen. Besonders den Eltern.Den Eltern, die vor lauter Überangst nicht mehr spüren, dass der Moment, jeder Moment mit den Kindern zählt. Nicht nur das „Morgen“. Das Zukünftige entsteht durch das sich Einlassen auf jedes Ereignis des Tages. Das Aufstehen, die Mahlzeiten, die sinnvolle Arbeit, das sinnvolle Freispiel, das sich Langweilen dürfen, alles eben hat seinen berechtigten Wert im Moment. Daraus bildet sich Zukünftiges. Daraus bilden sich lebensfähige Wurzeln.